Wolken in der Tasse – was soll das eigentlich?

Wolken in der Tasse – was soll das eigentlich?

„Wolken in der Tasse“ ist ein kleines Projekt, das ich im Januar 2025 gestartet habe. Einfach losgelegt, für mich.

Haben wir sie nicht alle? (Berechtigte Frage, aber das meine ich nicht.) Haben wir nicht alle eine Schublade, oder einen Ordner auf dem Computer, eine Notiz in unserem Handy, in der wir Textschnipsel sammeln? Dinge, die wir gestern gesehen haben, die uns aufgefallen sind, die unser innerer Autor uns eben noch diktiert hat. Ich hab sie. Viele.

Ich träume, wie alle, die Literaturwissenschaft studiert haben, davon, ein Buch zu schreiben. Von echter Literatur. Wir träumen davon, nicht nur hier zu sitzen und sie zu bewerten, zu analysieren, die sprachlichen Figuren auszumachen, die der Autor/in absichtlich, oder versehentlich, hier für uns zurückgelassen hat. Damit wir sie finden, damit wir nun etwas in den Text hineininterpretieren können...

Nur die wenigsten haben das bisher geschafft. Neulich bin ich an der Buchhandlung im Alex vorbeigegangen und da war das Gesicht einer von ihnen auf einem Poster. Wahnsinn! Das kann ich nicht ganz ohne Neid sagen. Wahnsinnig toll, dass sie es geschafft hat. Andere haben daran gearbeitet. Ich nicht. Aber jetzt!

„Wolken in der Tasse“ ist die Verkörperung von etwas, das ich sowieso schon viele Jahre tue: ich schreibe Briefe. Meist Postkarten an Freunde. Jeder, der mich näher kennt, hat mindestens zu Weihnachten schon eine Postkarte erhalten. Weil ich es liebe und weil neulich eine Freundin zu mir gesagt hat, „Es schreibt doch gar keiner mehr Postkarten.“ Stimmt ja gar nicht! Ich stehe bei der Post fast ganz oben auf der Liste für die meisten gekauften Briefmarken. (Über mir nur meine Mutter – man lernt von den Besten ;) ).

Und „Wolken in der Tasse“ ist noch etwas Anderes: es ist nur ein kurzer Gruß, es ist nur eine beschriebene Seite. Weil der Roman viel länger braucht, geschrieben zu werden, ist es nun erst mal „Wolken in der Tasse“. Damit dir in der Wartezeit nicht langweilig wird und ich auch mal etwas Anderes schreiben kann. 

In „Wolken in der Tasse“ bringe ich mehr zusammen, Alltagserlebnisse, Gedanken zu Themen. Gedanken zu Gedichten und Texten, die ich gelesen und geschrieben habe. „Wolken in der Tasse“ nimmt dich mit in meinen Alltag und ist doch eigentlich ganz egoistisch gedacht: ich will schreiben, also lies!

Kannst du nicht einfach einen Blog schreiben? Klar, kann ich – und mache ich. So gesehen ist dieses kleine Brief-Projekt doch nicht so eigennützig, denn damit kann ich dich erreichen. Damit kommt ein Brief in deinen Briefkasten und wird einmal mehr dafür benutzt, wofür er heute fast gar nicht mehr benutzt wird: zum Postbekommen. Zum Sich-Freuen, dass jemand an dich gedacht hat. Schön, oder?

Zu „Wolken in der Tasse“ – geht's hier lang. Ich freue mich schon, dich kennenzulernen! :) So sehr!

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